Ein guter Platz zum Erholen für Tumorpatienten

Vor gut zwei Jahren legte Schwester Isabel Stroehl ihre Prüfung als onkologische Fachkraft ab. Die berufsbegleitende Weiterbildung dauerte zwei Jahre und fand in Jena an der Universitätsklinik statt. Jetzt, zwei Jahre später, lud sie die Teilnehmer/innen des aktuellen Lehrgangs gemeinsam mit ihrem Weiterbildungsleiter Andreas Meyer ein, sich das onkologische Rehazentrum der Klinik an der Weißenburg anzuschauen.

Mit Rücksicht auf Patienten und Pflegepersonal wurde auf die Besichtigung der Klinik mit ihren einzelnen Fachabteilungen verzichtet, dafür führte Schwester Isabel die Besucher auf einem virtuellen Rundgang durch’s Haus.
Aber nicht alle Türen blieben den Besucher/innen verschlossen. Im Konferenzraum der Klinik gab es eine Gesprächsrunde mit Sozialberaterin Silke Pannier-Skopp, und im Anschluss konnten die Teilnehmer/innen eine nicht alltägliche Erfahrung machen: Unter Aufsicht von Physiotherapeutin Christine Wötzel fröstelten sie in der Ganzkörperkältekammer. „Das war ein echtes Erlebnis. Wie die Kältetherapie wirkt und welchen Patienten sie helfen kann, wissen wir aus unserer Ausbildung. Jetzt haben wir -110°C am eigenen Leib gefühlt“, freut sich eine Teilnehmerin. Eine seltene Gelegenheit, denn die Klinik an der Weißenburg gehört zu den wenigen Kliniken, die über eine medizinische Ganzkörperkältekammer verfügen.
Nach den vielen Monaten theoretischer Ausbildung im Hörsaal war der Tag in Weißen eine willkommene Abwechslung für alle. „Natürlich hätte man die Gesprächsrunde und den Vortrag auch online machen können“, sagt der Weiterbildungsleiter. „Ein persönlicher Austausch ist jedoch durch nichts zu ersetzen.“ Die familiäre Atmosphäre und die ruhige Lage der Klinik mitten in der Natur hat die angehenden onkologischen Fachkräfte beeindruckt. „Ein guter Platz zum Erholen, besonders für Tumorpatienten“, waren sich alle einig.

Zur Info
:Als onkologische Fachkraft sind die Krankenschwestern und Pfleger in der Lage, an Krebs erkrankte Menschen noch bedarfsgerechter zu versorgen und zu pflegen. Neben erweiterten medizinischen Kompetenzen liegt ein Schwerpunkt der Ausbildung auch auf der psychosozialen Betreuung der Patienten und deren Angehörigen. Im Rehazentrum der Klinik an der Weißenburg werden Patienten mit Tumorerkrankungen aus den Fachbereichen Gynäkologie, Urologie und Innere Medizin behandelt. Die Rehabilitation soll den Menschen helfen, wieder zu Kräften zu kommen und mit ihrer Erkrankung und den damit verbundenen Veränderungen in ihrem Alltag besser zurecht zu kommen.

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